Human
Centered
Design.

Icon Human Centered Design white Designsensor AG

Persona-Methode

Unter einer Persona versteht man ein imaginäres Modell einer Person mit konkreten (Charakter-) Eigenschaften und spezifischem Nutzungsverhalten.

Eine Persona ist keine reale Person, auch kein Stereotyp, keine Rolle oder Berufsbezeichnung. Eine Persona ist eine erdachte Person. Personas basieren auf den Verhaltensmustern, mentalen Modellen und Zielen der realen Anwender.
Personas erleichtern die nutzerzentrierte Entwicklung und eignen sich besonders in der frühen Konzeptions- und Designphase.

Teilen macht Freude

Vorgehen

Eine konsequente Integration der Persona-Methode in den Produkt-Entstehungsprozess ermöglicht das Entwickeln kundennaher und innovativer Lösungen.

Für die Entwicklung von Persona gibt es unterschiedliche Methoden. Wichtig ist es, sich den typischen Nutzer Ihres Produkts als reale Person vorzustellen. Primäres Ziel ist es herauszufinden, wo die wahren Bedürfnisse liegen.

In der ersten Iteration macht es Sinn, potentielle Nutzer zu skizzieren, die auf dem Wissensstand der Teilnehmenden basiert. Es geht in dieser Phase darum zu überprüfen, ob so ein skizzierter Nutzer in der realen Welt überhaupt existiert.

Oftmals zeigen erste Interviews und Beobachtungen, dass der prototypische Benutzer andere Bedürfnisse und Präferenzen hat als ursprünglich angenommen. Wenn Sie in Workshops Nutzerprofile erarbeiten, helfen nachfolgende Schritte und Fragen, um strukturiert eine Persona zu erstellen.

 

Schritt 1

Tragen Sie die wesentlichen Eigenschaften der unterschiedlichen Nutzer zusammen mittels Datenerhebung, Interviews, Umfragen oder Auswertung von Nutzerdaten.

Beschreibung Persona

  • Name und Vorname
  • Alter
  • Geschlecht
  • Wohnort
  • Familienstand
  • Hobbies
  • Freizeit
  • Ausbildung
  • Position im Unternehmen
  • soziales Umfeld
  • Haltung, Denkweise …

Jobs-to-be-done

  • Welche Ziele hat die Persona?
  • Welche Funktionen braucht das Produkt zur Aufgabenerfüllung?
  • Welche Aufgabenerfüllung wird mit dem neuen Produkt unterstützt?

Beispiel:
Susanne hat Human Centered Design in der Theorie verstanden und möchte Studierende finden, mit welchen sie sich regelmässig zu diesem Thema austauschen kann.

Angewendungsfälle (Use Cases)

  • Wie und wo wird das Produkt durch wen genutzt?
  • Was passiert vor, während und nach der Nutzung des Produkts?
  • Wo bekommt der Nutzer Informationen zum Produkt?
  • Wie gestaltet sich der Login- resp. Kaufprozess?
  • Wer beeinflusst die Entscheidung?

Beispiel:
Susanne möchte ihren Lernalltag jederzeit und an jedem Ort im Griff haben, unabhängig vom Device, das Sie gerade benutzt. Sie möchte ihr Wissen und Interessen gerne in die Hochschule einbringen können und andere Studierende auch bei Bedarf unterstützen. Ihr Spezialgebiet ist Human Centered Design, zu welchem sie aktuell ein kleines Buch schreibt. Dazu sucht sie interessierte Studierende, mit welchen sie sich zum Thema regelmässig austauschen kann.

Lust (Gains)

  • Was macht die Persona glücklich in Bezug auf das neue Produkt?
  • Inwiefern machen aktuelle Produkte die Persona glücklich und zufrieden?

Beispiel:
Susanne interessiert sich sehr für das Thema User Interface Design und geniesst die Möglichkeit, mit Hilfe der Lernplattform für ihre Theoriearbeit Leute an der Hochschule für Technik finden, die sich auf das Thema spezialisiert haben.

 

Frust (Pains)

  • Was macht die Persona unglücklich in Bezug auf das neue Produkt?
  • Welche bestehenden Produkte verursachen bei der Nutzung ärger oder verursachen ein schlechtes Gefühl?

Beispiel:
Die Zusammenarbeit mit der PH ist schwierig, obwohl Human Centered Design sich gut mit Themen aus dem Institut Spezielle Pädagogik und Psychologie kombinierbar wäre.

 

Schritt 2

Charakterisieren Sie die verschiedenen Anwendergruppen, indem Sie aus den vorhandenen Daten beispielhafte Nutzer extrahieren.

Natasha Diptych

Persona Series von Jason Travis – Natasha Diptych

Jonpaul Diptych

Persona Series von Jason Travis – Jonpaul Diptych

Olive Diptych

Persona Series von Jason Travis – Olive Diptych

Schritt 3

Modellieren Sie jetzt Personas und erwecken Sie diese zum Leben.

In diesem letzten Schritt sollten Sie die ausfor­mu­lierten Personas in einem einheitlichen und ansprechenden Steckbriefformat über­sicht­lich darstellen. Die Beschreibungskriterien sollten auf den ersten Blick erkennbar sein, um die Arbeit mit den Personas im Projektverlauf zu erleichtern.

Empfehlenswert sind beispielsweise Skalen, die die Einstellungen zu einzelnen Kriterien visualisieren, damit sich die Personas gut und schnell auch visuell vergleichen lassen.

Auch ein oder mehrere Foto der Persona sollte ein Bestandteil der Darstellung sein. Achten Sie darauf, dass die Fotos keine Stockbilder-Charakter haben, sondern die Persona möglichst authentisch in ihrem realen Umfeld zeigt.

Nutzen

Personas ermöglichen interdisziplinären Teams auf gleicher Ebene zu kommunizieren und neue Lösungen zu entwickeln, ohne dabei in Schubladen zu denken.

Interne Mitarbeitende können sich von ihrer Innensicht lösen und Annahmen treffen, die auf Fakten basieren. Eine konsequente Umsetzung ermöglicht das Entwickeln kundennaher und innovativer Lösungen.

Tipps

Um Personas für alle Projektbeteiligten greifbar zu machen, ist es wichtig, dass die Persona-Plakate im Projektraum gross und gut sichtbar aufgehängt sind.

In jeder Diskussion immer aus Sicht der Persona argumentieren.